Sie sind hier: Startseite » Natur » Der Mensch




Der Mensch

  • Vorwort
  • Meilensteine
  • BBC - Das Wunderwerk Mensch
  • Interaktiv

Der Mensch (Homo sapiens, lateinisch „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) ist nach der biologischen Systematik eine Art der Gattung Homo aus der Familie der Menschenaffen, die zur Ordnung der Primaten und damit zu den höheren Säugetieren gehört. Allgemeine Eigenschaften der Menschen und besondere Formen menschlichen Zusammenlebens werden in der Anthropologie, Ethnologie und Soziologie untersucht.

Im Laufe der Stammesgeschichte des Menschen, der Hominisation und der soziokulturellen Evolution haben sich Merkmale herausgebildet, welche die Voraussetzungen dafür bildeten, dass der Mensch ein in hohem Maße sozialisations- und kulturabhängiges Wesen werden konnte. Dazu gehören eine lang andauernde Kindheit, die Fähigkeit zum Spracherwerb und zu gemeinschaftlicher Arbeit sowie das Eingehen besonders komplexer sozialer Bindungen.

Durch ihr Bewusstsein erschließt sich den Menschen die zeitliche Dimension des Daseins sowie ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst. Daraus ergeben sich die eigene Existenz betreffende Fragen, wie zum Beispiel die nach der persönlichen Freiheit, nach der menschlichen Stellung in der Natur, nach moralischen Grundsätzen des Zusammenlebens und einem Sinn des Lebens. Im Rahmen der Reflexion des Verhältnisses zu anderen Lebewesen haben viele Kulturen im Laufe der bisherigen Geschichte der Menschheit ein Menschenbild entwickelt, das die Menschheit von der Tierwelt absondert und dieser gegenüberstellt. Eine solche Sonderstellung wurde etwa durch Schöpfungserzählungen begründet, die den Menschen einen separaten Ursprung zuschreiben, oder durch die Bestimmung des Menschen als Vernunftwesen. Sie findet aber auch in modernen Vorstellungen wie der der Menschenwürde einen Widerhall.

Der Mensch ist die einzige rezente Art der Gattung Homo. Er ist in Afrika seit rund 300.000 Jahren fossil belegt und entwickelte sich dort über ein als archaischer Homo sapiens bezeichnetes evolutionäres Bindeglied vermutlich aus Homo erectus. Weitere, jedoch deutlich jüngere fossile Belege gibt es für die Art aus allen Kontinenten außer Antarktika. Von den noch lebenden Menschenaffen sind die Schimpansen dem Menschen stammesgeschichtlich am nächsten verwandt, vor den Gorillas. Die Weltbevölkerung des Menschen umfasste im Oktober 2018 rund 7,63 Milliarden Individuen. Die Entwicklung technologischer Zivilisation führte zu einem umfassenden anthropogenen Einfluss auf die Umwelt (fortschreitende Hemerobie), so dass vorgeschlagen wurde, das aktuelle Erdzeitalter Anthropozän zu nennen.

... lese bitte weiter bei WIKIPEDIA

Quelle: 3sat - nano

Als Homo sapiens (verständiger Mensch) ist der Mensch die einzige heute lebende Art aus der Familie der Hominiden (Menschenartige). Die meisten sind keine direkten Vorfahren des Menschen, sondern starben aus.

Vor 6 Millionen Jahre - Orrorin tugenensis: Französische und kenianische Wissenschaftler finden im Oktober 2000 in der Boringo-Region/Kenia die Reste des nach ihren Angaben ältesten Vorläufers des Menschen, den sie Millennium-Mensch nennen. Er zeigt deutliche Hinweise für den aufrechten Gang. In der Fachwelt ist jedoch umstritten, ob er ein direkter Vorfahr des Menschen war.

Vor 5,8 bis 5,2 Millionen Jahre - Ardipithecus ramidus kadabba: Ein internationales Forscherteam um Yohannes Haile-Selassie präsentiert im Juli 2001 Knochen aus Äthiopien, die mit großer Sicherheit zu einem Vorfahr des heutigen Menschen gehören. Dieser Urmensch sei etwa so groß gewesen wie ein heutiger Schimpanse und aufrecht gegangen.

Vor 4,4 Millionen Jahre - Ardipithecus ramidus: Im Dezember 1992 entdeckt ein internationales Forscherteam in Aramis (Äthiopien) das affenähnliche Skelett eines Hominiden, dem Ardipithecus ramidus. Er ging möglicherweise aufrecht.

Vor 4,1 Millionen Jahre - Australopithecus anamensis: Im September 1994 wird in Kanapoi (Kenia) der Unterkieferknochen des Australopithecus anamensis gefunden, einer Art, die noch eine ungewöhnliche Kombination affen- und menschenähnlicher Eigenschaften aufweist. Er ging mit großer Sicherheit aufrecht.

Vor 3,2 Millionen Jahre - Australopithecus afarensis: Am 30. November 1974 gelingt Donald Johanson in Äthiopien die Ausgrabung von Lucy, ein Teilskelett, das als letzter, gemeinsamer Vorfahre mehrerer Abstammungslinien von Hominiden gilt. Lucy wurde als Bezugspunkt für andere Ausgrabungsfunde und als vermeintliche Mutter der Menschheit berühmt.

Vor 3,5 - 3,2 Millionen Jahre - Kenyanthropus platyops: Im März 2001 berichten Forscher, dass es bereits vor 3,5 Millionen Jahren zwei Linien in der Entwicklung der menschlichen Vorfahren gab. Sie hatten die Knochen am Turkana-See im Norden Kenias entdeckt.

Vor 2,5 Millionen Jahre - Australopithecus africanus: Im April 1947 finden Paläontologen in Sterkfontein/Südafrika einen Oberschädel, den sie zunächst Mrs. Ples nennen. Der Mensch der Art Australopithecus africanus war jedoch wahrscheinlich männlich.

Vor 2,5 - 2,3 Millionen Jahre - Homo rudolfensis: Dieser Mensch hat ein größeres Gehirn als die Australopithecinen und nutzte auch schon Werkzeuge. Er ist möglicherweise einer der direkten Vorgänger des modernen Menschen. Berühmt wurde ein Schädel, den Forscher im August 1972 in Koobi Fora (Kenia) ausgegraben hatten.

Vor 1,8 Millionen Jahre - Homo habilis: Seit den 1960er Jahren graben Jonathan Leaky und Kollegen vor allem in der Olduvai-Schlucht im heutigen Tansania Skelettteile des Homo habilis aus. Einige Forscher zählen ihn noch zum Australopithecus.

Vor 500.000 Jahre - Homo erectus - Javamensch: 1891 entdeckt der Holländer Eugene Dubois einen Javamenschen, der vor 500 000 Jahren gelebt hat. Seine Schädelteile werden auf Java/Indonesien ausgegraben und galten lange Zeit als bedeutende Beschreibung des Homo erectus. Ebenfalls zum Homo erectus zählt der Pekingmensch, der 1929 in der Höhle Zhoukoudian, nahe der chinesischen Hauptstadt Peking, gefunden wurde.

Vor 500.000 / 780.000 Jahre - Homo heidelbergensis: Schon im Oktober 1907 wird im Dorf Mauer bei Heidelberg ein rund 500 000 Jahre alter Unterkiefer des Menschen ausgegraben. 1995 werden in Gran Dolina (Spanien) 780 000 Jahre alte Übereste von vier Menschen dieser Art und Werkzeuge gefunden. Sie zählen zu den frühesten Menschen Europas, starben wahrscheinlich aber aus.

Vor 100.000 Jahre - Homo sapiens: 1969 findet Bernard Vandermersch in der israelischen Qafzeh-Höhle Überreste einer Frau, die zu den ältesten bekannten Jetztmenschen zählt. Insgesamt werden dort 21 Skelette gefunden. Sie dürften zu der Gruppe gehört haben, aus der alle modernen Menschen außerhalb Afrikas hervorgegingen.

Vor 40.000 Jahre - Homo neanderthaliensis: Ein Fund von 1856 in der Feldhofer-Grotte im Neandertal stellt den Beginn der Forschung zur Evolution des Menschen dar. Heute gilt der Neandertaler als ausgestorbene Seitenlinie des modernen Menschen.

Eine Dokumentation in 4 Teilen



Klicken Sie bitte oben auf das Symbol Playlist,
und Sie können sich die Videos ansehen, die Sie interessieren.

Sie sind hier: Startseite > Natur > Der Mensch


Print Friendly and PDF